Montag, 4. Februar 2013

Chapter Eighteen - A Dichotomy of Good and Evil

~ Edward Cullen ~

Langsam wurde ich mir dessen bewusst, dass ich aufrecht auf etwas Weichem und Unbequemen saß. Mich überkam das unheimliche Gefühl, dass mich jemand beobachtete und zwang meinen Körper als Reaktion darauf zu erschaudern. Bevor ich aber auch nur meine Augen öffnen oder Haltung annehmen konnte, durchschoss mich pure Panik gemischt mit Grauen.

Irgendetwas war falsch ... extrem falsch.

In Sekundenschnelle tauchten Blitze schrecklicher Szenen hinter meinen geschlossenen Lidern in der Dunkelheit auf. Mein Atem beschleunigte sich, als ob ich hyperventilieren würde und mein ganzer Körper wurde von einem gewaltigen, kraftvollen Zittern erschüttert. Ich zupfte an den einengenden Klamotten, die ich trug, welche sich feucht und ekelhaft anfühlten, als wenn sie von saurem Schweiß durchnässt wären, möglicherweise von tagelangem Nichtduschen. Meine bebenden Hände fühlten sich an, als würden sie vor einer dicken unbekannten Flüssigkeit nur so tropfen. Ich wusste nicht, was es war, bis der scharfe metallische Geruch von Blut meine Nasenlöcher füllte, zusammen mit dem ranzigen Gestank des Todes. Der Geruch war so penetrant, dass ich ihn auf meiner Zunge schmecken konnte und es sich anfühlte, als würde es sich um mein Fleisch schmiegen wie eine dünne Kunststoffschicht. Meine Ohren füllten sich mit einem seltsamen, geisterhaften statischen Brummen, welches ein Mix aus Geschrei, Gebettel und dem unverwechselbaren Klang von Todesgeröchel war. Alle meine fünf Sinne waren im völligen Aufruhr wegen etwas, was ich sehen, riechen, fühlen, schmecken und hören musste, bis sich mein Magen davon unangenehm verdrehte und dann hob.

Ich schluckte einen Mund voll Galle runter und meine Augen schnappten auf.

Etwas widerwillig sah ich hinunter auf meine zitternden Hände, von denen ich wusste, dass sie in purpurrotem Blut getränkt waren. Allerdings gab es keins. Mein Blick wanderte zu meinen verschmutzten Klamotten, aber ich war mit meinen eigenen, sauberen Baggy-Jeans und einem frischen, langärmligen T-Shirt bekleidet.
Verwirrt fuhr ich mit einer Hand durch mein bronzefarbenes Haar, welches immer noch von einer offensichtlichen Dusche feucht war.

Was zur Hölle? Was, zum Geier, war das?

"Edward?“, fragte Jaspers geschmeidige Südstaatenslang-Stimme, was mich von meinem Platz aufspringen ließ. "Du bist es ... richtig?"

Ich schaute auf, um auf Jaspers besorgten, fragenden Blick zu treffen, wissend, dass ich einem durchgeknallten Geisteskranken ähneln musste, so wie ich mich gerade verhalten hatte. Er saß in Emmetts Sessel, zu mir vorgebeugt mit seinen Ellenbogen oben auf seinen Beinen und seinen Händen lässig zwischen seinen gebeugten Knien gefaltet. Was aber wirklich meine Aufmerksamkeit erregte, war die Tatsache, dass er aussah, als ob er misshandelt worden wäre. Seine Arme waren von oberflächlichen Wunden bedeckt, außerdem hatte er einen Schnitt über seiner rechten Augenbraue und einen quer über seiner linken Wange, so als ob er mit einer verschissenen Kettensäge oder so einem Scheiß gerungen hätte.

Meine Augen weiteten sich, während ich seine verunstaltenden Merkmale ansah, ehe ich schließlich langsam als Antwort auf seine Frage nickte. Plötzlich erregte eine Bewegung in meinem Augenwinkel meine Aufmerksamkeit und erst dann wurde mir bewusst, dass Alice in dem hölzernen Schaukelstuhl neben ihm saß.

Nur .... dass es nicht Alice war.

Sie trug ein rüschenbesetztes, weißes Kinderkleid und ihre Haare waren eine Ansammlung dunkler Locken, welche von einem blutroten Band zurückgehalten wurden. Sie schaukelte träge in dem hölzernen Stuhl vor und zurück, ihre in Mary Janes gehüllten Füße berührten nie den Boden, während sie ihre Fingernägel mit einer chirurgischen Klinge lässig säuberte.

Nein, es war es nicht Alice, aber ich kannte sie sehr gut ... bedauerlicherweise.

Mein Körper schauderte unwillkürlich. "M-Mary A-Alice?“, sprudelte ich mit einem heftigen Schlucken hervor.

Warum, zum Teufel, war sie hier? Was war nur passiert, damit Alice diese gestörte, psychotische Kreatur rief, um sie auf diese Welt loszulassen? Das war nicht gut, überhaupt nicht.

Wenn sie hier war, dann war vielleicht all das Blut und der Tod real?

Mary Alice begegnete langsam meinem Starren mit einem breiten, beängstigenden Lächeln und höllischen Augen. "Hallöchen, Schatzi", gurrte sie in ihrer weichen kindlichen Stimme.

Sah so, verdammt nochmal, etwa auch Masen aus? Sah ich so aus, wenn er die Kontrolle hatte, so komplett gruslig und auf so viele Arten verdreht? Wie auch immer, die Ablenkung in Form von meiner bösen, albtraumhaften Zwillingsschwester brachte mich direkt zu meiner ursprünglichen Frage zurück.

"Was, zur Hölle, ist passiert?“, platzte ich heraus und wand meine Aufmerksamkeit zu einem düster dreinblicken Jasper. "Ich ... da war Blut und ... Geschrei" Ich biss meine Zähne zusammen, "Tod und..." Ich verstummte, nicht in der Lage weiterzumachen, weil die Erinnerung an Schweiß und Blut meine Nasenflügel füllte, was mich leicht würgen ließ.

Jaspers Brauen zogen sich scharf zusammen. "Willst du mir etwa erzählen, dass du dich erinnerst, Edward?“, fragte er ungläubig.

Ich schüttelte meinen Kopf. "Nicht wirklich. Es waren nur diese ganzen bruchstückhaften Bilder, die meinen Kopf fluteten, als ich ... ´aufwachte´", gab ich zu und versuchte es so gut, wie ich konnte zu erklären, bevor mir etwas in den Sinn kam. "Wo ist Bella, Jasper?“, fragte ich in Panik, während mein wirres Hirn anfing, an Tempo zuzulegen.

Er runzelte die Stirn. "In eurem Zimmer mit Em. Sie schläft. Edward, wir müssen... reden."

Ich fing an, heftig zu zittern und mein Atem kam abgehackt. "WAS IST PASSIERT? Was hat er mit ihr gemacht?" Ich versuchte zu knurren, aber es war nur ein würgendes Keuchen zu hören.

"Du bist so verdammt vorhersehbar, Edward", sagte Masen. Ich konnte fast spüren, wie er die Augen verdrehte.

"Na, und du bist ein teuflisches Arschloch, Masen", schoss ich zurück.

Mary Alice schnalzte mit ihrer Zunge und schüttelte den Kopf. "Es war nicht Masen, Schatzi", sagte sie und kniff ihre feurigen Augen zusammen. "Es war der abscheuliche, ekelhafte Köter, Jacob Black", fügte sie mit einem Zischen hinzu.

Ich stürzte so schnell von meinem Platz, dass Jasper in die Luft sprang. "Was?", schrie ich Mary Alice an, die nicht mit einem Muskel gezuckt hatte, aber jetzt einen mürrischen Gesichtsausdruck trug, der Milch sauer werden lassen konnte.

"Setz. Dich. Edward“, forderte sie mich mit einem Knurren auf.

Mein Körper bewegte sich aus eigenem Antrieb und plumpste genauso schnell auf das Sofa zurück, wie er hochgekommen war.

Mary Alice hob mit einem winzigen Grinsen in meine Richtung die Augenbraue. "Braver Junge", schnurrte sie und zwinkerte, ehe sie seufzte und wieder ernst wurde. "Nun, ehe du wegrennst, um bei Bella zu sein, was wir übrigens alle wollen, auch Masen." Ihr Gesichtsausdruck wurde weich, "Sie braucht dich gerade jetzt, Edward, aber du musst zuerst wissen, was passiert ist. Nur so ... damit du vorbereitet bist, was dich in dem Raum erwarten wird."

Mein Herz fühlte sich an, als ob es geradewegs aus meiner Brust schlagen wollte. Entsetzliche Möglichkeiten überfielen mich, so dass ich dachte, den letzten Rest ´Vernunft´, an den ich mich klammerte, auch noch zu verlieren. Mary Alice nickte Jasper zu und er kam zur Couch, setzte sich neben mich. Er legte dann seine langen Arme um mich und hielt mich so an Ort und Stelle.

"Was soll der Scheiß, Jasper?“, schnauzte ich und kämpfte gegen seinen eisernen Griff.

"Das ist nur zu deinem Besten", antwortete er und hielt mich noch fester.

Ich sah zu Mary Alice, die für einen Moment ihre vollen Lippen spitzte, dann sagte sie, "Tu es, Masen."

"Halte deinen verfickten Omaschlüpper fest, Prinzessin."

Ich war nicht auf das vorbereitet, was als nächstes geschah. Die Intensität der Visionen, die er in mein Hirn pumpte, war unerträglich schmerzhaft. Ich schrie und krümmte mich in Jaspers festem Halt, während die Bilder von meinem wunderschönen Engel, geschlagen und misshandelt von Jacob Black, auf mich mit der Kraft einer Atombombe einschlugen. Das alles pulsierte auf einmal durch mich, als ob ich auf dem elektrischen Stuhl exekutiert wurde - die versuchte Vergewaltigung, das Morden, die Nachwirkungen, das Blut, die Pisse, die Angst. Mein Blut kochte und wurde gleichzeitig zu Eis.

Nach einer unermesslichen Dauer hörte es auf und Jasper ließ mich langsam los.

Ich fiel sofort auf den Boden und kotzte heftig, ehe ich eine beruhigende Hand auf meinem Rücken spürte.
"Shhh", beschwichtigte Mary Alice. "Tief einatmen, Edward."

Alles was ich sehen konnte, war Bellas gelähmtes Gesicht, während mein Magen sich wieder und wieder hob. Mein Herz fühlte sich an, als ob es zerfetzt, blutend zurückgelassen und gebrochen worden war. Der Schmerz, die Qual, die durch jede Zelle meines Körpers pulsierte, war unbeschreiblich, unüberbrückbar und fühlte sich unaufhaltbar an.

Das heißt, bis etwas anderes anfing zu wachsen. Es begann als ein kleines brennendes Gefühl, dort wo mein Herz war und breitete sich aus, als ob ich durch ein lebendes Feuer verzehrt wurde. Es war schrecklich und beruhigend auf einmal; schrecklich, weil es sich anfühlte, als ob ich mich verlieren würde und beruhigend, weil es irgendwie richtig war.

Ich hob langsam meinen Kopf, wischte meinen Mund mit dem Handrücken ab und sah Mary Alice in die Augen, die immer noch dicht neben mir kniete. Sie keuchte und zog ihre kleine Hand von meinem Rücken, als ob es sie schockierte, ehe ihre Jade-Augen verzweifelt anfingen, meine abzusuchen.

"Edward ... komm runter", wisperte sie und bewegte sich langsam von mir weg.

Mit jedem Atemzug fühlte ich mich, als ob Rauch aus meinen Lungen kommen würde und Elektrizität mit jedem Schlag meines gequälten Herzens durch mich knisterte. Ich drückte mich langsam vom Boden hoch und stand auf, während Mary Alice noch weiter weg ging und Jasper einen verwirrten Seitenblick zuwarf.
"Edward?“, fragte Jasper nach und meine Augen fanden seine, bevor er hart mit einem lauten, "Heilige Scheiße!", schluckte.

"Wo ist er?“, sagte ich, meine Stimme klang völlig fremd.

"Edward ... warte kurz und höre uns zu", bat Jasper, erhob sich von seinem Platz und ging auch zurück.
"Es gibt nichts mehr zu sagen, Jasper. Wo ist er?“, sagte ich ruhig, während ich sie beide ansah.

Ich fühlte mich seltsam ruhig und konzentriert, mehr als ich es jemals war. Zugegeben, normalerweise wäre ich entsetzt und erschrocken gewesen über meinen momentanen geistigen Zustand, wenn es sich nicht so richtig und beruhigend angefühlt hätte.

Auf eine Antwort wartend stand ich da, als Emmett mit einem großen, dämlichen Grinsen in den Raum kam, ehe seine großen Brauen sich zusammenzogen, weil er Jasper und Alice bemerkte, die nervös an die Wand zurückgegangen waren.

"Was zur...", fing er an, bevor ich ihm in die Augen sah, und die ganze Luft aus seinen Lungen wich, als ob er in den Bauch geboxt worden wäre.

"Em ... bleib einfach ... da stehen", sagte Mary Alice vortretend. Jasper packte ihren Arm, versuchte sie aufzuhalten, aber sie schüttelte ihn ab. Sie kam auf mich zu, ihre Augen voll von zwei unterschiedlichen Emotionen - Zögern und Freude.

"Er ist tot, Edward. Du hast ihn gekillt", flüsterte sie, hob ihre Hand und legte sie auf meine Brust. "Jetzt beruhige dich bitte. Wir sind ihre Familie und Bella braucht dich."

Bella.

Der Klang ihres Namens, der von Alices Zunge rollte, ließ mich inne halten und bewahrte mich davor, die psychotische, mörderische Straße zu beschreiten, die meine Gedanken vielleicht hinuntergewandert wären.
"Wie geht´s ihr?“, fragte ich und drehte mich zu Emmett um, der sein Gesicht verzog und vor meinem Blick zurückwich.

"S-sie ist wach", sagte er mit weit aufgerissenen Augen und schüttelte, gottverdammt nochmal, seinen Kopf in fassungsloser Ungläubigkeit. "Mann, was zur Hölle geht ab? Du bist ganz ... nun, du siehst gerade jetzt aus wie eine megagelassene, irre, unaufhaltsame Tötungsmaschine, und diese Scheiße macht mir eine höllische Angst!"

Ich fühlte, wie ein langsames Lächeln sich auf meinem Gesicht ausbreitete, ehe ich mich zu Mary Alice drehte. "Ich will sie sehen. Du kannst mich später über den Rest ins Bild setzten. Es gibt immer noch verschwommene Bereiche", sagte ich in demselben tiefen, fremden Klang.

Sie nickte, dann spitzte sie die Lippen, "Edward, ich habe noch eine Frage."

"Ja?"

"Kannst ... kannst du Masen gerade jetzt hören?“, fragte sie und studierte aufmerksam mein Gesicht.

"Masen?“, sagte ich, dann wartete ich auf seine Antwort.

Nichts.

"Nein", meinte ich zu Mary Alice, bevor ich eine Augenbraue hochzog. "Ich will sie jetzt sehen, Mary Alice."

"Heiliges hoppelndes Häschen auf Crack! Mach dir keine Sorgen, Mary Alice, er ist noch da. Sie sind sich im Moment nur einig", sagte Emmett laut und zeigte mit dem Finger in meine Richtung. "Das ist hier eine exorzistenmäßige Nummer, ich sag’s euch!"

"Reg dich ab, Em", sagte Jasper in scharfem Ton. "Das ist, was wir wollten, also hör einfach auf, so eine Schwuchtel deswegen zu sein!"

Em schnaubte. "Das ist nicht, was wir wollten. Es ist nicht, wie du denkst, Jasper."

"Bitte erleuchte mich, oh Weiser. Was ist es dann?“, knurrte Jasper zu ihm zurück.

"Eigentlich hat Em Recht, Jasper", sagte Mary Alice, kippte ihr Köpfchen zur Seite und beobachtete mich.
"Wenn es eine vollständige Fusion der beiden wäre, dann würde er sich erinnern."

"Das ist alles sehr interessant und über mich zu reden, als ob ich nicht hier wäre, ist wahnsinnig unterhaltsam, aber ich will jetzt, verdammt nochmal, Bella sehen. Sofort, "sagte ich sie anfunkelnd.

"Klar, Edward", sagte Mary Alice und trat von mir weg.

Ich drehte mich um und begann, den Flur hinunter zu gehen, konnte aber immer noch meine Geschwister über mich tuscheln hören.

"Ist das eine gute Idee?“, fragte Emmett nervös.

"Er würde Bella nie verletzen, Em", sagte Jasper. "Ist mir egal, wie verrückt er im Augenblick aussieht. Zu so etwas ist er nicht fähig."

"Ich bin mir da nicht so sicher", argumentierte Emmett. "Masen hat kein Problem damit und ich habe noch nie gesehen, dass Edward Masen jemals so ähnlich gesehen hat wie jetzt. Eigentlich finde ich diese ´Version´ von Edward ein bisschen höschennässend-beängstigender als Masens, aber erzählt nicht Masen, dass ich dies gesagt habe.", fügte er schnell hinzu, was mich kichern ließ.

"Masen verletzt sie nicht wirklich", sagte Mary Alice. "Dauerhaft sowieso nicht."

"Es ist mir egal! Er könnte sauer werden und sie verletzen!“, knurrte Emmett.

"Nein, Emmett, das wird er nicht", sagte Mary Alice in einem Ton, der klar machte, dass das Gespräch vorbei war.

Ich wusste, Emmett lag falsch. Ich könnte Bella nie wehtun.

Aber ich wusste auch, dass Masen und ich irgendwie ein wenig ineinander verschmolzen waren.

Während ich auf dem Weg die Treppe hoch war, testete ich die Annahme wieder.

"Masen?"

"Hey, böses Arschloch, bist du da?"

Nichts.

Es war seltsam und zugegebenermaßen ein wenig verstörend, weil er dort drinnen immer in irgendeiner Form war, so lange ich mich erinnern konnte. Es wäre wahrscheinlich viel schlimmer für mich gewesen, wenn die klitzekleine Stimme, die mich aus einer dunklen kleinen Ecke meines Verstandes heraus anschrie - vielleicht mein Gewissen – zu mir durchgedrungen wäre und ich mich im Moment nicht so anders, so wohl in meiner Haut gefühlt hätte. Das alles, das Feuer, was in meinem Inneren brannte, die Elektrizität, die Kraft, passte perfekt zu mir und hatte mich irgendwie wieder komplett/ganz gemacht.

Es war berauschend, und ich fragte mich, ob sich Masen so die ganze Zeit gefühlt hatte.

Ich kam zu meiner Schlafzimmertür und holte tief Luft, ehe ich sie langsam aufdrückte. Ich konnte Bella, ihre Knie umarmend, im Bett sitzen sehen, bevor ihr Kopf wegen dem Geräusch der sich öffnenden Tür hochschnellte. Ihr entkam ein lautes Seufzen, vermutlich vor Erleichterung, denn sie fing an, die Decken wegzustrampeln. Ich ging rasch durch den Raum und öffnete meine Arme, als sie aus dem Bett sprang und in sie flog.

"Shhh", summte ich und drückte sie fest, während sie leise weinte. "Ich bin hier, Schatz."

Ich drehte mich sanft und setzte mich mit ihr – sie klammerte sich immer noch an mich -  auf die Bettkante. Ich fühlte eine überwältigende Welle der Liebe über mich kommen, etwas weit kraftvolleres, als ich je gefühlt hatte und ich konnte mich nicht davon abhalten, sie leicht von mir wegzuziehen, so dass ich sie einfach nur ansehen konnte. Sie saß schniefend auf meinem Schoß, während ich mit meinen Händen über ihre blauen Flecken und Schnitte in ihrem dennoch unbeschreiblich schönen Gesicht strich.

Sie sah mich lange an, dann runzelte sie langsam die Stirn und ein Ausdruck völliger Verwirrung überschwemmte ihr wunderschönes Gesicht.

Ihre Unterlippe zitterte leicht. "Wer ... wer bist du?“, fragte sie mit leiser Stimme.

Meine Brauen zogen sich zusammen. "Du erinnerst dich nicht?"

Sie schüttelte ihren Kopf, "Ich erinnere mich. Es ist nur ... das ist nicht… das ist…  du bist nicht… "

Ich lächelte, als ich verstand. "Es ist okay, Baby", sagte ich und bewegte eine Hand durch ihr dunkles Haar. "Edward. ... ich bin´s, Edward ... meistens", fügte ich mit einem Glucksen hinzu.

Sie fuhr fort, mich argwöhnisch zu beobachten. Also nahm ich ihr Gesicht mit einem Seufzen in meine Hände.

"Bella, du hast keine Angst vor mir, nicht wahr? Weil du es nicht musst. Ich würde dich nie verletzen, Schatz."

"Ich weiß", gab sie mit einem kleinen Lächeln zu. "Es ist einfach anders. Du scheinst so ruhig unter der Oberfläche, aber deine Augen verraten dich."

"Wieso?"

"Na ja", fing sie an, legte eine Hand seitlich auf mein Gesicht und fuhr mit dem Daumen über meine Lippen, "Sie sind wie jadefarbiges Feuer und Schwefel. Als wären ... Himmel und Hölle zusammengekommen und die Welt muss jetzt bezahlen."

Ich gluckste. "Das ist eine sehr gute Beschreibung dafür, wie ich mich tatsächlich im Moment fühle." Ich sah sie für einen Augenblick unerschrocken dasitzen, ehe eine Frage anfing, an mir zu nagen. "Bella, die anderen rasteten aus, als sie mich sahen. Warum bist du so ... vertrauensvoll. Selbst als Mary Alice nicht…" Ich verstummte und versuchte zu verstehen. Diese Frau war durch den Höllenkessel und zurückgegangen, aber dennoch schien sie so tapfer, auch nach allem, was passiert war.

Sie seufzte. "Ich weiß, du wirst mir nicht wehtun, und ich bin ... ich fühle mich auch anders. Etwas im Inneren ist anders. Irgendwie falsch."

"Du siehst für mich immer noch gleich aus", flüsterte ich mit einem Lächeln. "Immer noch wunderschön." Ich zog sie zu mir und küsste sie sanft. "Immer noch alles ... meine ganze Welt", murmelte ich an ihren Lippen.
"Aber ich fühle mich so wütend", sagte sie, ehe sie mich heftig küsste und ihre kleinen Arme fest um meinen Nacken schlang. "So ausgehungert", keuchte sie, küsste mich härter und fing an, sich auf meinem Schoß zu bewegen. "Bitte, Edward, mach es weg", wisperte sie zwischen schweren Atemzügen.

"Ich kann nicht", gestand ich und keuchte jetzt, während sie ihr Tanktop auszog.

"Aber du kannst es", argumentierte sie. "Du kannst, indem du mich nimmst. Richtig. Jetzt. Sofort."

Sie versuchte wirklich, mich umzubringen. Die sanftmütige, etwas schüchterne Bella, die ich einmal kannte, schien sich im Nu, in eine verdammte Sex-Sirene zu verwandeln. Ich wusste, sie führte sich nur so auf, damit sie nichts fühlte. So konnte sie verhindern, daran zu denken, was ihr beinahe passiert wäre.

"Bella, das ist nicht die beste Idee. Das, was du durchgemacht hast, sollte dich eigentlich dazu bringen, nie wieder Sex haben zu wollen. Und ich werde dich nicht dazu drängen.", sagte ich und versuchte, sie davon abzuhalten, sich an mir zu reiben, weil mein Schwanz zu jeder Zeit gegen mein besseres Gewissen Krieg führen würde. "Willst du nicht über das reden, was passiert ist?"

"Nein", antwortete sie und beugte sich vor, um mich zu küssen. "Ich will fühlen, wie du dich in mir bewegst, Edward."

Und das war mein Limit.

Scheiß drauf! Über Gefühle können wir später reden.

Ich schwang sie so schnell auf ihren Rücken, dass mein Kopf sich kurz drehte. Sie war mir einen Schritt voraus und ihre Hände zerrten an meinem Shirt, noch bevor die Drehung vollendet war. Unsere Klamotten waren so schnell weg, dass es sich anfühlte, als ob sie sich einfach in Luft aufgelöst hätten. Ich hielt nicht einmal inne, ehe ich bis zum Anschlag in sie eindrang, während sie sich unter mir mit einem lauten, „Ja!“, aufwölbte.

Ich biss mit einem tiefen Knurren in das weiche Fleisch ihrer Schulter und fing an, in sie rein und raus zu pumpen - baute langsam Geschwindigkeit und Kraft auf. Ich fühlte mich, als ob etwas tief in mir, etwas Prähistorisches, Ursprüngliches und tief Verwurzeltes in meiner DNA mich drängte, sie in einer animalischen, territorialen Art und Weise zurück zu erobern. Sie keuchte und wimmerte unter mir, als mein Zähne an ihrer blassen Haut rissen, bevor ich langsam ihre Schulter losließ, damit ich in ihr Ohr flüstern konnte.
"Wenn ich dir wehtue, sag es mir."

"Härter!“, brüllte sie als Antwort, also stieß ich heftiger in sie und krallte meine Hand zur Stütze in ihre zarte rechte Hüfte.

Irgendwo in meinem Hinterkopf wusste ich, dass dies alles falsch war.

So. Verdammt. Falsch.

Aber ich konnte nicht aufhören und wenn ich ganz ehrlich zu mir war, wollte ich auch nicht aufhören. Ich wurde immer grober, bis ich fühlte, dass sie sich um mich herum anspannte. Dann hörte ich sie aufschreien, während ihr Orgasmus sie überrollte und ich auch mit einem, „Jesus, fuck!“, losließ.

Ich rollte von ihr, keuchte und starrte an die Decke, versuchte herauszufinden, was zur Hölle, passiert war. Aber bevor ich mich nur annähernd gesammelt hatte, schwang sich Bella schon rittlings über meine Taille.

"Nochmal", sagte sie, immer noch schwer atmend.

Ich zog eine Augenbraue hoch. "Meinst du das, verdammt nochmal, ernst, Bella?"

"Fick mich, Edward", knurrte sie und schlug mit ihrer Hand auf meine Brust.

Okay, das war’s!

"Nein, Bella, ich weigere mich, dir das zu erlauben", schnappte ich zurück.

Ihre Nasenflügel bebten, während sich ihre braunen Augen verengten. "Masen würde es tun", sagte sie und lächelte dann, als meine Zähne zusammenklappten.

Das war unter der verdammten Gürtellinie.

"Hör jetzt auf, Bella", warnte ich sie. "Dies ist nicht der richtige Weg, um damit umzugehen."

Sie schlug wieder mit ihrer Hand auf meine Brust und sagte, "Nein." Und so tat sie es wieder. Sie wurde langsam immer wilder und frustrierter, bis sie mit beiden Händen auf meine Brust hämmerte und schluchzte.

"Bitte", rief sie. "Ich will nur, dass es aufhört."

Ich packte sie an ihren Handgelenken und sie brach als ein heulender Haufen auf meiner Brust zusammen.
"Shh, Engel", sagte ich, ließ ihre Hände los und drückte sie fester an mich. "Du bist so verloren und ich verstehe es, glaube mir, aber so um sich zu schlagen, wird nichts bringen, außer dich mehr zu verletzen."
"Alles was ich sehen kann, ist er", heulte sie. "Ich kann seine Hände auf mir fühlen, wie sie mich zwingen, mich unten halten. Ich will nur, dass es aufhört. Bitte, mach, dass es aufhört."

"Ich wünschte, ich wüsste wie ", flüsterte ich. “Alles was ich sagen kann, ist, dass Jacob Black dir nie wieder wehtun kann."

"Nicht Jacob, Phil, mein Stiefvater“, schluchzte sie gegen mich. "Als Jacob auf mir war ... war alles, was ich sah, Phil. Ich habe nicht mal registriert, dass es Jacob war, bis mein Gedächtnis anfing, zurückzukommen. Ich war wieder da, wurde von Phil vergewaltigt. Wie in meinen Alpträumen. Nur konnte ich nicht aufwachen. Ich will einfach nur aufwachen, Edward."

Ihr gequälter Ausbruch schnitt mir bis auf die Knochen und ließ mich blutend mit klaffenden Wunden zurück. Ich wollte so sehr dazu imstande sein, ihr den Schmerz zu nehmen, den sie in ihrem Leben erlitten hatte. Aber Leid schien eine weitverbreitete Epidemie zu sein und jeder von uns hatte seinen fairen Anteil zu tragen.
Jeder handelte mit dem Horror des Lebens auf seine eigene Art. Jedoch hatte meine Familie die Genetik bereits gegen sich.

Mary Alice, psychotisch, wie sie war, tauchte in der Familie und Normalität unter. Jasper, der Alice ans Normalsein verlor, wurde zu ihrem engsten Vertrauten. Emmett, der der Liebling unserer Mutter gewesen war, versuchte, die Mutterliebe mit der Liebe anderer Frauen zu ersetzen. Er konzentrierte sich so auf diesen Aspekt, dass es zu einem kranken Zwang wurde.

Und ich teilte mich in zwei Teile - der Gute, welcher zu Anfang mit minimalem Umfang gefoltert wurde und der Böse, welcher stärker war, tiefer ging und durch jede Zelle meines Körpers pulsierte.

Der Böse wusste immer, was zu tun war.

"Ich werde ihn für dich töten", flüsterte ich, während sie weinte. Ich war mir nicht sicher, ob sie mich gehört hatte, bis sie ihren kleinen Kopf an meiner Brust schüttelte.

"Tu es nicht", sagte sie. "Was, wenn du erwischt wirst? Ich werde dich verlieren. Dann werde ich sterben."
"Ich werde nicht erwischt."

"Du kannst das nicht wissen. Ich bin schon ein Nervenbündel wegen Jacob und seinen Freunden", sagte sie mit einem Schluchzen. "Es gibt so viel, was schief gehen kann. Außerdem bin ich es nicht wert."

Das Feuer in meiner Brust loderte wütend auf. "Sag das nicht nochmal!", erwiderte ich in kühlem Ton. "Du bist für mich mehr wert als alles andere, mehr als irgendjemand sonst. Also sag das nicht."

"Ich. Bin. Es. Nicht. Wert“, sagte sie trotzend und hob ihren Kopf, um mich anzufunkeln.

Meine Nasenflügel bebten, meine Zähne knirschten und die Wut kochte über. Ich legte meinen Kopf etwas zur Seite, hob eine Hand in ihr Haar und griff fest zu. Es war etwas, was ich normalerweise nie tun würde, niemals. Aber mein Körper, das Feuer, das seltsame Gefühl von Behaglichkeit drängte mich, das zu tun. Es war etwas, von dem ich wusste, dass Masen es tun würde, aber es fühlte sich im Moment mehr wie ich an; es fühlte sich seltsam, aber auch richtig an.

Sie wimmerte, als ich ein wenig zog. "Engel, bitte lass mir dir nicht wehtun", wisperte ich und schluckte heftig. Ich ließ sie langsam los und sie beobachtete mich für einen langen Augenblick - ängstlich und gleichzeitig völlig fasziniert.

"Es tut mir leid ... Edward", sagte sie, dann biss sie sich kurz auf die Lippe, ehe sie wieder sprach. "Du bist ... so anders. Bist du dir sicher, dass du es bist und nicht ... bist du echt nicht Masen, und verwirrst mich nicht nur… aus Spaß?"

Ich grinste sie an und zog eine Augenbraue hoch. "Ich bin mir sicher, Liebste", sagte ich. "Du sagst, dass du uns auseinanderhalten kannst. Sehe ich aus wie er?"

"Ja und nein", sagte sie und studierte mein Gesicht. "Du bist beherrschter ... aber ... in einer wirklich grusligen Weise."

Ich gluckste. "Emmett hat etwas Ähnliches gesagt, genaugenommen nur etwas redegewandter. Ich glaube es war höschennässend-beängstigend ... oder so ähnlich."

Sie schnaubte. "Das klingt nach Em."

Wir waren einen langen Moment still, aber ich wusste, dass wir darüber reden mussten, was mit Jacob passiert war und wie sie sich wegen seinem Dahinscheiden fühlte. Auch wenn ich die Geschehnisse im Geiste nicht wiedererleben wollte, so war mir klar, dass es für Bella weit schlimmer werden würde. Dennoch konnte ich nur an zwei andere Menschen denken, wenn man sie denn als solche bezeichnen konnte, da sie mehr Monster waren als ich, Menschen, die den Tod verdient hatten wie Jacob Black – Phil und mein Vater Carlisle. Aber Bella hatte ein gutes Herz und obwohl Jacob ihr schreckliche Dinge angetan hatte und wirklich verdiente, was mit ihm passiert war, so würde sie doch immer unter enormen Schuldgefühlen deswegen leiden.

"Wir müssen darüber reden", flüsterte ich und strich Bellas Haar mit einer Hand aus ihrem Gesicht.

"Ich will nicht", wimmerte sie wie ein bittendes Kind. "Wenn du mich liebst, dann bring mich nicht dazu."

"Ich liebe dich, und das ist der Grund, warum wir darüber reden müssen."

"Es ist ... es ist einfach zu viel", wisperte sie und durchsuchte meine Augen mit ihren eigenen. "Ich begreife wirklich nicht alles ... genauso wie das mit ... Alice. Sie ist einfach nicht mehr Alice. Und..."

"Okay", sagte ich und unterbrach sie mit einem Seufzer. "Das war nicht das, was ich besprechen wollte, aber wir können auch darüber reden. Eigentlich meine ich, wie du damit zurechtkommst, was mit Jacob passiert ist?" Sie zuckte bei seinem Namen zusammen, aber ich fuhr fort, "Du sagst, du fühlst dich falsch. Wieso?"

"Ich fühle mich einfach ... wahnsinnig,  als ob ich meinen Verstand verliere", antwortete sie mit einem Stirnrunzeln. "Ich ... ich konnte ihn schreien hören, weißt du….aus dem Keller ... ich stand lauschend da, mit einem Ohr an die Tür gedrückt. Ich hab mich runtergeschlichen, als Emmett schlief."

Ich würde Em´s übergroßen Arm rauszureißen, dafür, dass er bei seiner Wache eingeschlafen war!

"Bella, es tut mir leid, dass du das gehört hast."

"Aber die Sache ist die, Edward", sagte sie und schüttelte den Kopf. "Es tut mir nicht leid. Ich stand da und hörte ihm beim Betteln zu, hörte ihn schreien und ... ich … ich hab´s genossen." Ihre letzten Worte waren leise und atemlos und ich spürte ihren feinen Schauder in meinen Armen.

Ich zog eine Augenbraue zu ihr hoch. "Du hast es genossen?"

"Sehr sogar", gab sie zu. "Es ließ mich, das erste Mal seit Jahren ... lebendig fühlen. Dann fing ich an, mir zu wünschen, ich könnte dort sein, es sehen ... oder mitmachen. Die Gefühle waren so überwältigend, dass sie mich schließlich zu Tode erschreckten und so rannte ich zurück in unser Zimmer."

Ich war vor Staunen verstummt, fassungslos, aber auf eine Art ergab es einen Sinn, dass sie Freude an dem Schmerz ihres Angreifers haben würde. Er hatte ihr so viel Leid zugefügt und es war nur menschlich von ihr, dass sie wollte, dass er litt.

"Ich kapiere es. Er hat dir wehgetan. Es ist keine Schande, Bella."

"Nein ... du kapierst es nicht", erwiderte sie in einem leicht schrillen Wahnsinn. "Es spielte keine Rolle, dass es Jacob Black war, es hätte jeder sein können. Ich genoss den Klang davon, basta."

Ich ließ sie eine Weile runterkommen, bevor ich mich dazu entschloss, einen Versuch zu wagen, sie zu beruhigen. "Bella, du reagierst über. Du hast in den letzten Tagen so viel durchgemacht. Du brauchst Ruhe und Zeit, um deinen Kopf klar zu bekommen", sagte ich und streichelte mit meinen Fingern über ihren Arm.
Ich hoffte, meine Stimme klang überzeugend, dabei wusste ich, dass meine eben gesagten Worte eine Lüge waren. Sie reagierte überhaupt nicht über. Das war das erste Zeichen dafür, dass ich und meine Familie ihren Geist beschädigt hatten, auch wenn es auf eine Art geschehen war, die ich nicht erwartet hätte.

Ich hatte so hart gegen Masen gekämpft, weil ich überzeugt war, Bella würde den anderen Weg gehen,  genau wie die anderen. Vielleicht, dass sie katatonisch werden würde oder eine schreiende Horrorshow in einer Zwangsjacke. Mir war nicht klar, dass sie womöglich so wie wir werden würde. Es war beunruhigender als die andere Option, aber auch unbändig faszinierend und spannend.

"Versuch nicht, mich zu beschwichtigen, Edward", sagte sie bissig. "Ich bin nicht ignorant. Du glaubst, ich bin übergeschnappt. Oder nicht!"

Ich gluckste leise und teuflisch, was sie erschauern ließ. "Nein, Süße. Nur ...  meine Familie hat auf dich vielleicht ein bisschen mehr abgefärbt, als ich es gewollt hätte."

"Was soll das bedeuten? Mehr als du gewollt hättest? Du ... willst mich immer noch, oder?“, fragte sie. "Ich wusste, ich hätte es dir nicht sagen sollen. Ich bin nicht mehr das, was du willst, nicht wahr?" Ihre großen braunen Augen füllten sich mit Tränen und sie zog sich von mir zurück.

Ich hielt sie mit einem lauten Lachen fest. Ich konnte nicht anders. "Bella, du bist wirklich irre, wenn du glaubst, ich würde dich nicht wollen, dass irgendein Teil von mir aufhören würde, dich je zu brauchen."

Sie schenkte mir ein schüchternes Lächeln und biss sich auf ihre füllige Unterlippe. "Dann … in diesem Fall ... kann ich Jacob sehen?"

Ich schnaubte. "Ich wünschte, dass es möglich wäre, Engel, tue ich wirklich. Aber dieser Scheißhaufen ist tot."

"Masen?“, fragte sie etwas enttäuscht.

"Oooohh ja", sagte ich lächelnd. "Ich bin etwas bei den Details benebelt, aber Mary Alice wird sie ergänzen.
Ich kann mich eindeutig an Stacheldraht erinnern." Ich lachte, und es klang etwas gestört.

"Edward? Ist ... ist Alice so wie du?"

Ich nickte mit dem Kopf. "Sie hat einfach ihre wahre Natur unterdrückt, es versteckt."

"Oh, sie ist jetzt ganz anders." Sie seufzte. "Aber ich auch. Also kann ich nicht urteilen."

Ich hielt sie fest. "Schatz, ein Teil von mir hasst mich immer noch dafür, dass ich dich in dieses abgefuckte Leben gezerrt habe. Aber ein Großteil von mir, zumindest jetzt, liebt es, dass er mich dazu gezwungen hat."
Ich küsste sie auf den Kopf. "Das zu sagen ist zwar, wie Gift zu trinken, aber er hatte Recht."

"Ich bin auch froh", sagte sie und kuschelte sich an meine Brust." Ich sage nicht, es war nicht hart oder ein bisschen irre, was mit mir passiert ist, aber es fühlt sich irgendwie ... richtig an. Wenn das nicht zu eigenartig klingt."

Ich wusste genau, wie sie sich fühlte, so falsch oder völlig unmenschlich, dass es sich wieder richtig anfühlte.

"Überhaupt nicht eigenartig, kleines Mädchen ... nicht im Geringsten."



Kommentare:

  1. Hallo,was ist da bloß geschehen?Hat Bella sich in eine Form wie Masen verwandelt als Ergebniss der Vergewaltigungen?Bleibt es so?
    Edward und Bella wirken ja jetzt beide schizophren. LG

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  2. Ich mag die neue Bella total XD
    Und Edward auch es hat was jetzt wo er mit Mason verschmolzen ist XDD

    Die Beiden sind echt geil zusammen und das selbst Mary- Alice vor Edward zurück schreckt das doch einfach alles ^^

    Ich bin schon sehr gespannt wad als nächstes kommt
    Jetzt geht's erst so richtig los XD

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  3. Hi,
    was für eine Story :)
    Von mal zu mal wird sie besser und ich dachte schon nach dem letzten Kapitel es könnte nicht noch besser werden.

    Ich hoffe der neue Edward bleibt uns erhalten, diese Mischung zwischen Edward und Masen ist echt atemberaubend. Lasst noch das letzte bisschen schlechtes Gewissen verschwinden und er ist perfekt. Ich kann es kaum erwarten bis er diesen Hurensohn von Phil den Arsch auf reist, Gott du glaubst gar nicht wie ich mich darauf freue.

    Aber vergessen wir über den ganzen Scheiß Renee nicht, ihre Rechnung ist noch viel höher anzusetzen als die von Phil und ich hoffe sie wird leiden, lange und mannigfach.
    Vielleicht ist unsere neue Bella ja dann schon in der Lage, die Rechnung selbst zu begleichen.
    Denn Gott, ich liebe die neue Bella, go on honey.
    Ich hab schon lange drauf gewartet, dass der Knoten bei ihr platzt, bei so viel Schmerz und Peinigung wie sie schon im Leben erlebt hat, wer wäre da bitte schön noch normal.
    Wir dürfen gespannt sein :)

    Mary Alice wird die neue Bella ebenfalls lieben, vielleicht kann sie ihr ja noch etwas bei bringen^^
    Tja und dann fehlt nur noch Rosie in der Runde.

    Ich freu mich aufs nächst Kapitel und mal mir schon mal in den buntesten Farben aus was passieren kann :p
    See you, Cathy

    PS: Super Übersetzung, ich bewundere die Ausdrucksweise und Wortwahl und ich kann mir vorstellen, dass es bei diese geschichte nicht gerade einfach ist, immer die richtigen Worte zu finden ;)

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  4. Da hat wohl zwischen Masen und Edward eine Fusion stattgefunden und sich dem neuen Wesen von Bella angeglichen. Beide wissen, dass sie nicht mehr die Person sind, die sie vor der Jakob-Sache waren, akzeptieren es aber.

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  5. Von Isis666:

    Huhu, Andrea,

    nun ist es also geschehen Masen und Edward haben "fusioniert" *grins* - selbst
    seine Geschwister sind kurzzeitig auf Sicherheitsabstand gegangen.
    Hat Edward jetzt wirklich den festen Plan, Bellas widerlichen Stiefvater und seinen
    ebenso widerlichen Psycho-Dad zu killen??? *sehrgespanntbin*
    Und nun ist Bella, vom Masen-Virus infiziert und hat ihre blutrünstige Ader entdeckt.
    Meine Güte, wo soll denn das noch hinführen? *kreisch*
    Die Geschichte wird ja immer verrückter und ist nichts für Romantiker, echt horrormäßig,
    aber ich liebe sie - muß ich mir jetzt Sorgen, über meinen eigenen psychischen Zustand,
    machen? *grübel*
    Ich danke Dir, wie immer, für Deine tolle Arbeit und natürlich auch die, Deiner lieben Betas.
    liebe Grüße
    Isis666

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  6. Hey!!
    also Masen und Edward sind sich mal einig.. was soviel heißt, dass beid e jetzt zusammen "regieren"...also jeder einen Teil von Edward einnimmt, aber gleichzeitig.. ok- das ist vielleicht nicht das Schlechteste... und Bella- Bella scheint auch jemanden in ihrem Inneren gefunden zu haben, mit dem sie sich jetzt ihren Körper teilt.. tja- einaml in dieser familie, und du hast "Persönlichkeiten"... ist schon irgendwie irre... diese schicksalhafte Begegnung mit Jake hat also tasächlich Spuren in der gesamten Familie hinterlassen...ob sie so jetzt besser durchs Leben kommen??? wie werden die Freunde reagieren?? denn keiner kennt ja einen soften Masen oder einen furchteinflößednen Edward.. das könnte doch ein Problem werden... außerdem werden sie Bella nicht mehr einordnen können...allerdings wird es bei Bellas Mom helfen...
    wirklich verzwickt das Ganze... aber doch auch wieder total nachvollziehbar...
    bin echt gespannt, was noch alles auf uns zukommen wird...
    und wieder danke ich dir!!!
    Dein Inchen

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